Kampfhunde. Die Hunde, vor denen sich die Gesellschaft fürchtet. Jene Hunde, die angeblich einfach so Menschen töten, andere Hunde verletzen und Leichenteile zum Frühstück verspeisen. Klingt wie in einem schlechten Sciencefiction Film. Menschen haben eine blühende Fantasie. Das kann schön sein, aber wenn Fantasie als Basis für eine realistische Beurteilung genutzt wird, dann hört der Spaß auf. Ich werde oft gefragt, ob mein Hund eigentlich einer wäre, ein Kampfhund.Er trägt einen Maulkorb und das müssen doch eigentlich nur diese Kampfhunde. Doch was sind Kampfhunde überhaupt? Wer hat sich diesen Begriff ausgedacht und was für einen Typ Hund soll er bezeichnen? Wenn man der offiziellen Beschreibung folgt, wurden einst Hunde als Kampfhunde bezeichnet, die zu Zeiten der Legalität von Hundekämpfen, für genau diese gezüchtet wurden. Oder für  Kämpfe gegen andere Tiere, wie zum Beispiel Bullen. Die Eignung für Tierkämpfe zählte zu den obersten Zuchtzielen besonders geeigneter Hunderassen. Das haben wir Menschen uns ausgedacht und bewusst Tiere gekreuzt, die kräftig und unerschrocken waren, jene, die gute Chancen hatten, einen solchen Kampf zu gewinnen.

Somit sind es doch nicht die Haustiere des Teufels, die sich auf die Erde verirrt haben, weil Lucifers Flexileine gerissen ist, nein, wir Menschen haben sie gezüchtet.
Halten wir also fest, dass wir Menschen bewusst Kampfhunde züchteten, um uns an brutalen Kämpfen zu ergötzen, bei denen Lebewesen sich gegenseitig zerfleischen und viel Blut fließt. Da ich auch ein Mensch bin, ist mir das ein bisschen peinlich, aber wahr.

Heutzutage sind wir zumindest auf legaler Ebene etwas schlauer und Hundekämpfe sind in den meisten Teilen der Welt illegal. Da die Eignung für Tierkämpfe somit nicht mehr von großer Relevanz ist, zählt sie nicht mehr zu den Zuchtzielen. Kampfhunde, in diesem Sinne, gibt es nicht mehr. Zumindest offiziell. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurden dann jene Hunde als Kampfhunde bezeichnet, die für Angriffe auf Menschen und andere Hunde verantwortlich waren. Es ist fast ein wenig ironisch und erinnert mich an die Aussage: ‘Das Monster, was ich schuf‘. Denn waren es nicht wir Menschen, die sich Hunde heranzüchteten, die besonders geeignet für Tierkämpfe waren? Am Anfang der Verpaarung stand nicht der Teufel, sondern der Mensch. Damit das Blutvergießen interessanter wird. Wer schaut sich schon gerne zwei herkömmlichen Hunden bei einem Kommentkampf zu, wenn man doch sehen möchte, wie zwei Lebewesen sich gegenseitig zerfleischen und am Ende bestenfalls töten? Denn es muss schließlich einen Gewinner geben, den man dann gebührend feiern kann. Darum ging es doch. Man verwettete sein Geld und hatte einen Favoriten. Außerdem wollte man sich selbst profilieren, als Halter eines Kampfhundes. Umso mehr Siege dieser verzeichnen konnte, umso stärker machte es den Menschen dahinter. Vermeintlich.

Der Gewinner. Wir Menschen gewinnen äußerst gerne. Verlieren hingegen ist nicht unsere Stärke.

Und so kam es, dass eines Tages ein Hund ein Kind angriff und dabei so schwer verletzte, dass es starb. Doch dieser Fall war anders, als die unzähligen Fälle zuvor. Denn er wurde zum Thema einer breiten Masse, er kam an die Öffentlichkeit. Die Menschen empörten sich, wie könne so etwas passieren? Zu recht. Welcher Mensch hält so einen Hund? Das ist doch gefährlich. Ja, natürlich ist es das. Das war doch auch jahrelang Sinn und Zweck dieser Rasse, gefährlich sein. Das wollten wir doch so. Natürlich ist es nicht schwer, aus einem Hund eine Bestie zu machen, wenn man weiß wie. Oder einfach keine Ahnung von dem hat, was man tut. Es wäre jetzt natürlich recht ungünstig, wenn sich irgendeine Person in der Öffentlichkeit ehrlich äußern würde und den Menschen sagen müsste, dass wir Menschen höchstpersönlich die Verantwortlichen sind. Das wir nicht genug Aufklärungsarbeit leisten, dass jeder Mensch sich unbedarft jeden Hund anschaffen darf und am Ende nicht das Tier die Schuld trägt, sondern wir. Das ist unangenehm, aber leider wahr. Und geht es überhaupt um Schuld?

Brauchen wir immer einen Schuldigen um Dinge erklären zu können? Dieser Hund war trotzdem kein Kampfhund. Er war einfach ein Hund, mit ziemlich viel Potenzial, in den falschen Händen.

Er hatte gelernt, das zu tun, was er tat. Ich will ganz bestimmt nicht sagen, dass der Besitzer einen Anschlag mit seinem Hund auf ein unschuldiges Kind geplant hat, ich gehe davon aus, dass er es einfach nicht besser wusste. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Man könnte sagen, dass dieser Mensch sehr leichtsinnig war und es besser hätte wissen müssen. Aber was kann der Hund dafür? Was kann das Kind dafür? Das ist wie einem fünfjährigen eine Kalaschnikow in die Hand zu drücken und zu hoffen, dass er schon irgendwie damit umgehen kann. Vielleicht schießt er ja nur auf Bäume oder andere Gegenstände, die niemanden das Leben kosten. Vielleicht hat er jemanden, der ihm die Waffe erklärt und großes Glück. Und vielleicht erschießt er auch seine eigenen Eltern, weil er einfach nicht mit der Waffe umgehen kann. Jetzt werden einige aufschreien, weil ich Hunde mit Waffen vergleiche. Doch in meinen Augen ist dieser Vergleich berechtigt. Denn es ist sehr wohl möglich, einen Hund als Waffe einzusetzen.

Nicht jeder weiß, wie man eine Waffe richtig sichert oder verantwortungsvoll mit ihr umgeht.

Doch all das gibt uns noch lange nicht das Recht, einen Hund als bösen Kampfhund zu betiteln, der einfach das tut, was wir ihm ermöglichen oder gefördert haben, ob wissentlich oder nicht, es ist nicht fair. Die Rasseliste ist ungefähr so sinnvoll, wie eine Heizung im Gefrierfach. Sie verleiht den Hunden mehr Reiz als je zuvor und die Kategorie Mensch, die sich dadurch profilieren möchte ist umso mehr dazu angehalten, sich genau so einen Hund anzuschaffen. Es gibt mittlerweile viele Menschen, die sich für die Abschaffung der Rasselisten einsetzen. Sie plädieren oft darauf, dass die besagten Hunde nicht mehr oder weniger gefährlich wären, als alle anderen Hunderassen. So entstand der Begriff ‚Kampfschmuser‘. Das finde ich genau so schwachsinnig, wie eine Rasseliste.

Wie wäre es zur Abwechslung mal mit der Wahrheit? Es muss doch nicht immer alles rosarot sein.

Wozu führt es, wenn wir der Allgemeinheit jetzt verkaufen, dass diverse Herdenschutzhunde oder andere Hunde von den Rasselisten, elfengleiche Schmusebäckchen wären, die nur missverstanden wurden. Das ist einfach nicht wahr. Einige Hunde haben nun mal bestimmte Neigungen, sie sind stärker als andere und ein gewisses Maß an Fachkompetenz ist für ihre Haltung unabdingbar. Denn nur so kann vermieden werden, dass die Zahl der Angriffe steigt. Es ist nun mal etwas anderes, wenn ein wild gewordener Chihuahua einem Kind in die Hacke beißt, als wenn ein Kangal einen unerwünschten Besucher in seine Schranken weist. Machen wir uns nichts vor. Das Problem besteht darin, dass wir es uns gerne leicht machen. Das Wort Kampfhund klingt böse und unberechenbar, als wäre der Hund einer mystischen Quelle des Bösen entsprungen und wir Menschen hätten absolut nichts damit zu tun. Es ist nicht schlimm, dass es Hunde gibt, die eine gewisse Schärfe haben. In den richtigen Händen werden sie wohl nicht mehr Schaden anrichten, als ein Goldhamster. In den falschen Händen kann die Haltung eines solchen Hundes fatale Folgen haben. Das bedeutet nicht, dass diese Hunde jetzt auf einer Liste stehen müssen. Im Gegenteil, sie bedürfen besonderen Schutzes. Schutz vor den Menschen, die nicht wissen, wie sie mit ihnen umgehen müssen. Menschen, die nicht damit umgehen können, wenn der Hund nicht wie in der Facebookgruppe versprochen, ein toller Familienhund wird. Menschen, die mit den Hunden ihre Schwächen kompensieren wollen. Menschen, die nicht dazu in der Lage sind, Verantwortung zu tragen.

Kampfhunde, Kampfschmuser, Elfen, Gnome, Trolle, Harry Potter – entschuldigt, aber das hier ist weder der Zauberwald, noch Hogwarts.

Es wird immer Beißvorfälle geben, es wird immer Unschuldige geben, die durch Hunde verletzt werden. Unfälle passieren. Es gibt auch Menschen, die andere verletzen oder töten. Willkommen in unserer Welt. Das ist noch lange kein Grund, Hunde in eine Schublade zu stecken. Eine Schublade, die wir einst unbedingt füllen wollten, zu unserem eigenen Vergnügen. Ich schätze wir haben in diesem Fall einfach verloren. Zu viele Menschen, die ohne Waffenschein in der Gegend herumballern und die Wirkung der Kugeln unterschätzen. Oder sie gezielt einsetzen, ohne Verstand. Aber ist dann die Waffe Schuld oder der Mensch, der sie bedient oder nicht vernünftig sichert? Ich denke die Antwort ist klar. Eine Kalaschnikow wird niemals eine Wasserpistole sein, aber in den richtigen Händen, ist sie nahezu ungefährlich. Wir reden hier aber immer noch über Hunde. Da ist Rassismus genau so unangebracht, wie unter Menschen. Am anderen Ende der Leine hängt nun mal ein Mensch. Und es ist ziemlich unfair, den Tieren allein den schwarzen Peter zuzuschieben und uns damit aus der Verantwortung zu ziehen.

Es ist nicht schlimm, dass Hunderassen existieren, deren oberstes Zuchtziel nicht Kuschelkompatibilität ist.

Es ist auch nicht schlimm, dass einige Hunde einen Job haben und dafür gezüchtet sind, eigenständig Entscheidungen zu fällen oder ernst gemeint in den Kampf zu ziehen, meist für uns Menschen. Anscheinend brauchten und brauchen wir diese Hunde, um sie sinnvoll einzusetzen oder eben auch nicht. Es ist aber schlimm, unrealistische Vorstellungen einer Rasse zu vermitteln. Ob Kampfhund oder Kampfschmuser. In meinen Augen ist es falsch, aus einem Hund etwas machen zu wollen, was er überhaupt nicht ist. Das kann funktionieren, aber wie fair ist, die Natur so zu manipulieren? Ich sage nicht, dass ein Hund, der auf der Rasseliste steht, kein wunderbarer Familienhund oder Therapiehund sein kann. Ich sage auch nicht, dass die gefährlichsten Rassen alle auf Listen erfasst sind, dem ist nämlich nicht so. Was die Listenhunde gemeinsam haben, ist ihr Aussehen. Sie passen optisch sehr gut in das Bild der Kampfhunde, was sich in die Köpfe der Menschen gebrannt hat.

Angst ist die stärkste unserer Emotionen, jedoch sollten wir uns von ihr nicht in die Irre führen lassen und weiterhin unseren Verstand benutzen.

Lassen wir die Hunde doch einfach Hunde sein. Ich habe keinen Dobermann, weil ich ihn in meiner Handtasche durch die Stadt tragen möchte. Er soll ebenso wenig zu Weihnachten unter dem Baum liegen und Plätzchen verteilen. Ist nett, wenn er das macht, aber das würde ich niemals von ihm erwarten. Genau so wenig, wie ich von einem Wolfshund erwarte, dass er harmonisch mit einer Horde Kaninchen über eine Frühlingswiese hoppelt und sie danach bittet, sich in sein Freundebuch einzutragen. Es sind unrealistische Erwartungen. Wenn diese nicht erfüllt werden, dann sind eben die Hunde schuld. Die Kampfhunde. Jene, die sich nicht selbst gezüchtet haben. Verharmlosung führt zu nichts, aber liegt es nicht an uns, die Tiere und uns Menschen so gut zu schützen, wie wir können? Wir haben uns dazu entschieden, mit Hunden zusammenzuleben und sie zu unseren Begleitern zu machen. Das bedeutet Verantwortung tragen. In guten, wie in schlechten Zeiten. Man kann nicht immer gewinnen, manchmal verliert man.

Ich mache selten von einem Hund abhängig, ob er eine Gefahr für mich oder meine Hunde darstellen könnte. Sondern von dem Halter.

Wenn Menschen, denen ich vertraue, mich mit als ‘gefährlich eingestuften Hunden’ zusammenbringen und mir sagen, dass sie die Lage im Griff haben, dann ist alles in Ordnung. Ich fürchte mich mehr vor einem Hund, dessen Halter meint, dass kein Hund böse geboren wird und der Hund aufgrund der Tatsache, dass er niemals schlechte Erfahrungen gemacht hat, nun ein frommes Lamm sei. Es geht einfach nicht um gut und böse, das kann ich gar nicht oft genug betonen. Ein Hund ist nicht automatisch böse, weil er einen anderen tötet. Vielleicht hat er einfach seinen Job erledigt oder ist seiner Natur gefolgt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie es ist, wenn der eigene Hund durch Bissverletzungen ums Leben kommt oder du einem sehr guten Freund mitteilen musst, dass sein Hund in deiner Obhut starb. Weil ein Zaun nicht seinen Zweck erfüllte, weil ein anderer Rüde (kein Listenhund) ihn gepackt hat und er keine Chance hatte. Der Hund war nicht böse, er ist ein Beutegreifer und hat das getan, was seinem Naturell entspricht. Und auch wenn es mir sicher das Herz gebrochen hat und ich bis heute damit leben muss, dass ich ihn nicht retten konnte, so weiß ich, dass es nicht das Böse war, was den Hund sein Leben gekostet hat.

Das ist fernab von gut und böse. Das ist das Leben, mit seinen Schattenseiten. Die Natur kann wunderschön sein, schöner als alles andere, wie ich finde. Und genau so grausam kann sie auch sein.
In diesem Fall habe ich verloren. und mein Freund seinen Hund.

Ich wäre dafür, dass wir Menschen unsere Sinne schärfen und uns gut überlegen, welches Tier unser Leben bereichern soll. Wollen wir diese Verantwortung wirklich tragen? Können wir damit umgehen und sind wir in der Lage, unsere Umwelt nach bestem Wissen und Gewissen zu schützen? Wir Menschen meinen immer, wir könnten alles kontrollieren. Und das macht die Sache so gefährlich. Denn das können wir nicht. Es ist egal, ob es ein Listenhund ist oder ein anderer. Sie haben alle Zähne, sie alle können Verhaltensweisen an den Tag legen, die sehr unangenehm sein können. Trotzdem gibt es natürlich Unterschiede im Wesen und Verhalten. Genetische Veranlagung. Sich damit zu beruhigen, dass jeder Hund einfach nur ein Produkt der Erziehung und Sozialisierung sei, ist leichtsinnig. Auch der einwandfrei sozialisierteste Hund, würde einen anderen Hund gegebenenfalls töten. Das kommt nicht häufig vor, aber es passiert. Außerdem gibt es viele Menschen, die ihre Hunde maßlos unterschätzen und nicht richtig verstehen. ‚Der will doch nur spielen‘, ja genau. Spielen.

Auch der wohlerzogenste Wolf, wird kein Lamm sein.

Obgleich Ilva (Wolfshund) schon oft nett zu Kindern war, lässt mich das nicht glauben, dass sie dieses Verhalten immer zeigen wird. Vielleicht schreit ein Baby mal in einer Tonlage, die ihren Instinkt weckt. Oder ein kleines Kind rennt so schnell, dass sie in den Jagdmodus schaltet. Macht sie das zu einem bösen Tier? Sicher nicht. Das macht sie zu dem was sie ist. Ein Tier.

Die Rasseliste ist die Antwort auf die Angst der Bevölkerung, um unseren Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Opium für das Volk. Wir haben eine Liste geschrieben, jetzt wird alles gut. Das Böse ist eliminiert. Doch das Böse gibt es in Wirklichkeit nicht. Zumindest nicht unter Tieren, wir Menschen sind da ein bisschen anders. Vielleicht sind Angst und Furcht nicht das Problem, was wir bekämpfen sollten. Wir könnten stattdessen an unserem Verständnis der Tiere arbeiten und an uns selbst. Das ist nicht einfach und mit mehr Aufwand verbunden, aber ich finde, das wäre die faire Variante der Lösung des Problems. Und die Angst würde sich wohl in Luft auflösen oder sich zumindest reduzieren, denn meistens fürchten wir uns vor den Dingen, die wir einfach nicht verstehen.

Ich bin für die Abschaffung der Rasselisten und mehr Anlaufstellen und Unterstützung für Hundehalter, die überfordert sind, nicht mehr weiter wissen oder Hilfe suchen. Für mehr Aufklärung und weniger unter den Teppich kehren. Für mehr offene Augen und Ordnungsämter die eingreifen, bevor es zu spät ist.

Mehr zu dem Thema, findet ihr hier:

Das Märchen vom Hund, der niemals beißt

14 Replies to “Von Elfen und Kampfhunden

    1. Super beschrieben ! Wie schön wenn manche “hundetrainer ” das doch auch noch verstehen würden, anstelle zu suggerieren, sie sind doch alle gleich . Jeder hat sein eigenes Potential und seine angeborene Aufgabe, mit Geschick und Verstand schaffen wir es in seine , des Hundes, Bahnen zu lenken .

  1. Danke für den ausführlichen Text.
    Ich habe eine Frage, die für mich in der ganzen Diskussion (Kampfschmuser vs. Böse Hunde) nicht klar wird. Ist es nicht tatsächlich so, dass es Hunde gibt, die aufgrund von Zucht ein höheres Aggressionspotiential / Gefährdungspotential haben als andere?? Müsste ich dann nicht davon ausgehen, dass es Hunde gibt die per se gefährlicher sind als andere?
    So wie ich beim meinem Husky Mix davon ausgehe, dass sie einen höhren Jagdtrieb hat als ein Pudel?

    Wäre falls das tatsächlich so ist (und da bin ich Laie) nicht tatsächlich eine Beschränkung der Haltung auf Fachleute sinnvoll? Wie wir hier in Deutscgland z.B. eine Waffe auch nur als Fachleute führen dürfen?
    Wie Sie sehr gut beschreiben, ein Hund ist beim falschen Halter gefährlich.

    Wie man das macht (Listen usw. ) sei mal dahingestellt, aber um mal die Analogie mit den Waffen zu benutzen: Man kann auch mit einem Küchenmesser Schaden anrichten, aber lange nicht so leicht oder so wahrscheinlich wie mit einer Maschinenpistole.

    Viele Grüße
    Dany

    1. Ich glaube nicht, dass unbedingt ein höheres Aggressionspotential besteht, aber ich sage immer, die Ausstattung ist natürlich eine ganz andere als beim Mops ;D Ich denke, sowieso jeder der einen Hund über einer gewissen Größe führt, sollte Ahnung davon haben. Ich finde aber auch, Menschen die Kinder bekommen, sollten vorher einen Elternführerschein machen.. 😀
      Hier eine sehr interessante Leseempfehlung zum Thema: http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=19495

      1. Vielen Dank, das ist tatsächlich ein sehr interessanter und sehr guter Artikel. Den Vorschlag Führungszeugnis und „Hundeführerschein“ ab einer gewissen Größe finde ich sehr gut – obwohl auch kleine Hunde Giftzwerge sein können 😀.

        1. Ja, der war mir auch neu und ich war ganz begeistert! Bis ich eine Freundin aus NRW gefragt habe, die so einen “Sachkundenachweis” für ihren Hund erbringen musste. Der bestand dann aus einem Test zum ankreuzen, bei dem man sagen sollte, ob der Hund vom Wolf oder vom Affen abstammt… Aber generell eine sehr gute, durchführbare Idee 😀

  2. Sehr eingehender Text, Danke dafür.
    @Marie: Gerne stimme ich dir zu, dass der Sachkundenachweis in NRW eine gute Idee ist, aber gerade die Durchführung ist ein Witz. Allein gelassen im Wartezimmer der TÄ hätte ich jederzeit die Möglichkeit gehabt die im Internet vorhandenen Lösungsschablonen einzusetzen. Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist hier unverzichtbar. Der Sachkundenachweis bei meiner Begleithundeprüfung war nicht nur ohne die höchstens zum schmunzeln anzusehende Frage, ob der Hund auch vom Affen abstammen kann, sondern auch unter der Kontrolle der Richterin. Noch besser fände ich, bei großen Hunden mindestens den Hundeführerschein zu machen, der neben der Theorie auch Praxiselemente beinhaltet. Dazu gehört dann auch, dass die Trainer den Leuten bewusst machen kann, welche Wirkung die “Ausstattung” des Hundes haben kann. Da ich mein Leben mit Doggen teile, kann ich allein aufgrund der Größe ein Lied davon singen.

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