Aus meiner Beschreibung hier ist herauszulesen, dass ich mit dem Bild des Hundes und der daraus resultierenden Beziehung zum Menschen in unserer heutigen Gesellschaft nicht d‘accord bin. Und das Thema möchte ich gerne weiter ausführen.

Wir sprechen in den letzten Tagen viel über aggressives Verhalten von Hunden. Über Hunde, die Menschen töten. Fernab von Fällen, die nicht medial hochgepushed werden, passiert es häufiger, dass Hunde sich gegenseitig töten oder einen Menschen das Leben kosten. Grundsätzlich sollte uns das nicht überraschen, wir haben es schließlich mit einem Raubtier zu tun. Ebenso sollte uns diese Tatsache nicht davon abhalten, nach Gründen zu suchen, um für die Zukunft zu lernen. Um Tragödien zu vermeiden. Gründe zu suchen ist übrigens nicht mit, „Schuldigen“ finden, gleichzusetzen.

Kann man vielleicht doch nicht aus jedem Hund den perfekten Familienhund herauslieben?

Diese Thematik geht tiefer, als der Kommentar eines Hundetrainers auf Facebook, der beteuert, dass Hunde lieb wären, wenn man sie streichelt und füttert.

Und nicht lieb sind, wenn man sie schlecht behandelt.

Das ist so nicht ganz korrekt, aber diese Aussage wurde wirklich getätigt. Selbstverständlich wird der ein oder andere Hund abwehrend reagieren, wenn er sich bedroht fühlt oder „schlecht behandelt“, jedoch können ziemlich viele Dinge sehr bedrohlich auf Hunde wirken. Manch ein Hund fühlt sich schlecht behandelt, wenn man aufhört ihn zu streicheln. Kinder werden durch ihre Größe und Bewegungsabläufe oft als unberechenbar empfunden, lösen Eifersucht aus oder oder oder.Da ja aber gefühlt jeder zweite Hund „familienfreundlich und kinderlieb ist“ sind am Ende wohl die Kinder Schuld oder irgendwelche anderen Menschen. Doch ist das Problem hiermit gelöst? Könnte es nicht auch sein, dass der Hund überhaupt nicht familientauglich ist und er somit noch lange nicht die Schuld trägt, aber von vornherein fehl am Platz war?

Ich sehe ein großes Problem in der Verherrlichung des Hundes.

Es werden keine klaren Grenzen mehr gesetzt, wir verlangen von den Tieren Entscheidungen zu treffen, die ein eigenes moralisches Wertesystem voraussetzen, was Hunde nicht besitzen. Wir versuchen zu glauben, dass in ihnen nichts Schlechtes steckt und ein Hund nur beißt, wenn man nicht gut zu ihm ist.

Es sind romantisierte Lügen, die Erwartungshaltungen an die Tiere fördern, die fernab jeglicher Gerechtigkeit sind.

Die Optik rückt immer weiter in den Fokus, Hunde werden angeschafft, weil sie gut aussehen sollen. Im Internet verbreiten Züchter und Rassefanclubs Gerüchte über die Eigenschaften der Rassen, während andere verschwiegen werden,am Ende ist es nur eines: gefährlich und unrealistisch. Probleme sind vorprogrammiert. Ich schere sicher nicht alle über einen Kamm, aber um „die Realisten“ geht es hier gerade nicht.

All die brachycephalen Hunderassen, von denen wir längst wissen, dass die Zucht „eigentlich“ nicht dem deutschen Tierschutzgesetz entspricht, werden weiter produziert und gekauft. Wir züchten behinderte und kranke Tiere, weil wir ihre plattgedrücktem Gesichter süß finden. Verrückt oder? Und wenn sie dann ein elendiges Leben führen, unter Atemnot leiden und sich nicht vernünftig bewegen können, dann kommt der Retter und zeitgleich Täter, der Mensch und bringt sie zum Tierarzt.

Das erinnert mich an das Münchhausen by Proxy Syndrom, welches Eltern ihre Kinder absichtlich krank machen lässt, damit sie dann als Held und Retter auftreten können, um sie gesund zu pflegen.

Der Otto Normal Verbraucher möchte seinen Hund voll und ganz in sein Leben integrieren. Er sucht einen Sozialpartner, bei dem die Grenze zwischen Hund und Mensch schnell verschwimmt. Er soll brav an der Leine laufen, muss alleine bleiben können, darf nicht jagen, muss unter dem Restauranttischen liegen, nett zu Kindern sein, an Ampeln Sitz machen, bei Fuß laufen, andere Hunde gut finden und Konflikten aus dem Weg gehen. Kennt ihr noch den Pipi Max? Den kleinen Hund, der Batteriebetrieben ist? Zu Weihnachten soll der Hund unter dem Tannenbaum liegen und als Kissen für die Neffen und Cousinen dienen.

Wir erwarten unheimlich viel….von einem sozialen Beutegreifer.

Natürlich gibt es Hunde, die dieses Klischee erfüllen, ich persönlich kenne keinen. Ich finde ich es unfassbar unfair. Außerdem frage ich mich so langsam, wie viel Hund unsere Hunde unterm Strich noch sein dürfen. Moderne Erziehungsmethoden basieren darauf, den Hund nicht mehr zu bestrafen, ihm keine Grenzen aufzuzeigen, sondern nur noch das positive Verhalten zu belohnen. Dass, das nicht Tiergerecht ist, fällt keinem auf. Ein Hund der klare Grenzen kennt und weiß, dass diese nicht überschritten werden dürfen, hat einen großen Raum in dem er sich frei entfalten kann.

Er hat eine Bindung, die Sicherheit und Ruhe bringt und kann sich somit entspannen. Er darf sein, ohne ständig irgendwas zu müssen.

Er muss sich nicht so viele Gedanken machen und kann sich mit schönen Dingen beschäftigen, ohne dabei mit Frolics beworfen zu werden oder auf dem roten Sofa bei der Hundepsychologin zu liegen. Wir gehen so weit, dass wir das tragen eines Halsbandes in den Vergleich mit einem Menschen bringen. Und ohne mit der Wimper zu zucken schließen wir von uns auf das Tier und zwängen sie in irgendein Geschirr, von irgendeiner tollen Marke, für hunderte von Euros. Welches am Ende Fehlstellungen verursacht. Adieu Freiheit, Hallo verherrlichter Hund. Alles für unser gutes Gefühl, auf Kosten des Tieres. Wir lassen die Hunde an so wenigen Stellen sie selbst sein, dabei ist es doch genau das, was sie ausmacht.

Wir übernehmen die Verantwortung nicht mehr. Der Hund muss Entscheidungen treffen, er kann nicht mehr zur Ruhe kommen, um das zu sein, was er ist. Ein Hund.

Und wenn er mal keinen Bock auf irgendwas hat, ja dann ist es Unsicherheit oder Angst und muss sofort bis ins kleinste Detail analysiert werden. Wenn die Hundekinder auf der Hundewiese mal was zu besprechen haben, bricht eine Massenpanik aus. Aufgewühlte Zweibeiner springen von Emotionen angetrieben wild umher und wollen den Hunden helfen.

Sie pfeifen und clicken sich die Seele aus dem Leib, bis sie ihren Liebling zu fassen kriegen. „Armer Fiffi, alles wird gut“.

Was sie vielleicht nicht gesehen haben ist, dass Fiffi dem anderen gerade voll die Meinung gegeigt hat, weil er ihn zum zehnten Mal angerempelt hat. Berechtigt. Es war eine Diskussion, die angebracht war. Das Thema musste mal besprochen werden, damit die Hunde in Frieden weiter nebeneinander existieren können. Wir erkennen nicht mehr, was die Hunde zueinander sagen. Der aufdringliche Labrador wird zum freundlichen Kind, welches doch bloß Anschluss und Freunde sucht. Und der kleine Mischling der sich wehrt, weil Labrador nervig ist, der wird zum Angstbeißer.

So nehmen die Dinge ihren Lauf.

Ich sehe ständig Hunde die wild durch die Gegend pöbeln und Menschen dahinter, die versuchen sie mit liebevollen Worten zu besänftigen. Wir kompensieren ganz schön viel mit unseren Kötern, nicht wahr?

Ja, sie können wunderbare Seelenheiler sein, aber wir dürfen sie dafür nicht missbrauchen. Es darf nicht auf ihre Kosten geschehen.

Wenn mal ein Hund aus der vermeintlichen Reihe tanzt, dann wird nach Gründen gesucht. Ob der Hund wohl geschlagen wurde? Ist der Mensch die Bestie? Ist er krank? Hatte er eine schwere Kindheit? Ist es das Halsband? Falsches Futter? Heutzutage wird Verhalten verboten. Verhalten entschuldigt und verschwiegen. Es gibt tausend Gründe, die ein Verhalten entschuldigen, was KEINER ENTSCHULDIGUNG BEDARF.

„Kein Hund wird böse geboren“ (Diese Aussage hängt mir so zum Hals raus). Meine Güte, kein Lebewesen wird böse geboren. Es geht hier nicht um eine Wertung, sondern um die Akzeptanz unserer Tiere, als das, was sie sind. Mit dieser Aussage setzt man sich für keinen Hund der Welt ein. Im Gegenteil, Verhalten wird als böse eingestuft und abgetan, Verhalten, was in der Natur unserer Tiere liegt. Und umso mehr wir uns fort von der Natur bewegen, desto schlimmer wird es. Ich glaube es gibt viel weniger Hunde, die unter Gewalt leiden, als Hunde, die unter der Verherrlichung leiden.

Man kann nicht alles „erziehen“ und ändern. Man kann aus einem sozialen Beutegreifer keine weichgespülte Fellnase machen. Und wenn doch, dann sollte man nicht stolz darauf sein.

Wenn ich mir einen Hund anschaffe, dann sollte ich mir vorher genau überlegen, was ich in meinem Leben alles tun und lassen möchte und wie kompatibel der Hund sein muss. Und ob es am Ende überhaupt ein Hund sein muss. Oder vielleicht doch ein Therapeut. Dabei möchte ich allen Menschen an dieser Stelle raten, sich am besten fachkundige Hilfe zu suchen und keinen emotional berührenden Tierschutztexten Glauben zu schenken.

Es ist traurig, aber der Putzi aus Rumänien saß nicht heulend in der Ecke, sondern wurde vielleicht aus seiner sozialen Gruppe gerissen und wollte gar nicht weg von der Straße. Er wird sich auch nicht bedanken, wenn er die Wärme eines liebevollen Zuhauses spürt. In Spießerdeutschland, wo er dann an einem blöden Band und in einem einengenden Geschirr plötzlich bei Fuß laufen soll. Außerdem waren die Essensreste auch leckerer, als das hochwertige Futter, was er jetzt vor die Nase gesetzt bekommt. Und wahrscheinlich weiß Putzi auch, wie man sich einen Namen macht und das wird er hier auch versuchen. Sicher ist es nett, Hunden die wirklich Hilfe brauchen, zu helfen. Wie wäre es denn direkt vor Ort? Sowohl im Ausland, als auch in Deutschland? Hier warten elendig viele Hunde im Tierheim auf ein Zuhause und auch in Deutschland werden viele eingeschläfert, weil sie kein Zuhause finden.

Nicht nur im Ausland müssen Hunde sterben, weil es nicht genug Platz gibt.

„Der kommt aus der Tötung“, bei manchen frage ich mich, ob der Tod nicht schöner gewesen wäre, als ein Leben im goldenen Käfig.

Es gibt sicher auch seriösen Auslandstierschutz, aber mir liegt es am Herzen, dass wir endlich die Dinge beim Namen nennen. Die meisten Menschen schaffen sich unbedarft irgendeinen Hund an und wundern sich dann, wenn er das tut, wofür er gemacht ist. Es ist nicht gerecht, dass wir aus den Tieren andauernd etwas machen wollen, was sie nicht sind. Ich würde mir wünschen, dass in der Gesellschaft eine Akzeptanz der Realität gegenüber entsteht.

Wir würden unseren Hunden einen großen Gefallen tun, wenn wir sie wieder sein lassen würden, was sie sind: Hunde.

28 Replies to “Herrlich ist unser Hund

  1. Dieser Artikel spricht mir aus der Seele! Bravo! Gerade dieses Gespräch hatte ich mit meiner Schwester/Mitbewohnerin über unseren Hund. Klar er mag uns irgendwie 😅 aber ich bezweifle das er auf der Strasse von wo man seine Mutter geholt hat nicht auch glücklich geworden wäre OHNE Menschen die ihm verbieten andere Hunde daranzu erinnnern, dass er wirklich der Grösste ist. Und so langsam ist es nervig geworden ständig ein:“der hat SICHER schlechte Erfahrungen gemacht!“ zu hören wenn man sagt, dass der Hund es nicht toll findet einfach ständig fremde Menschen zu haben , die ihn anfassen wollen oder bestaunen wollen. Oder ein „ist der nicht sozialisiert?!“ wenn er sich nicht absolut begeistert von heranstürmenden Hunden zeigt. Und am besten finde ich ein: „der hat sicher Angst“ wenn er Leute an der Tür meldet und unangekündigten Besuch (wieso finden Handwerker er in Ordnung einfach so eine Wohnung zu betreten?!?) stellt.

    Ich finde auch Hunde dürfen Aufgaben haben und dürfen die auch ausführen. Und nicht jeder Hund sieht seine Aufgabe im „zu allen nett sein“ sondern im Aufpassen, Bewachen…Jagen….usw dann ist der Mensch aber in der Verantwortung das zu bemerken und dieses Potential zu managen. Wenn das nur mit Maulkorb oder Leine funktioniert, dann ist das halt so.

    So ich hoffe das war verständlich 😁und nicht zu hart, aber mich nervt diese „Retrivisierung“ der Hundegesellschaft ganz gewaltig, hilft niemanden und fast am Wenigsten den Retrivern 😉

    1. Gott sei Dank gibt es immer noch Menschen, die einen Hund wollen und keinen Kinder- oder Partnerersatz. Meine Hunde machen mir Freude, weil ich gelernt habe, sie zu “lesen”. Ich möchte, dass sie ihr Wesen zeigen, ohne dass sie verbogen werden. Ich finde das sehr spannend. Man muss sie eben nur lassen. Ich Stimme hundertprozentig zu, dass Hunde einen vernünftigen Rahmen haben, der ihnen Sicherheit gibt. Hunde geben uns soviel Freude , wenn man sie lässt.

  2. Sehr sehr guter Bericht, ich kann dem nur beipflichten. Schade, dass heute Hunde nicht mehr als solche behandelt werden, es wäre vieles so einfacher. Als ich vor 28 Jahren mit der hundehaltung anfing, gab es viel weniger Hunde und die Dutzidutzi Fraktion wurde müde belächelt und denen klipp und klar gesagt, dass man so keinen Hund halten und erziehen kann. Zumindest bei uns auf dem Land. Heute ist das Dorf voll von Hunden, die mir oft sehr leid tun. Der Handtaschenhund und der unausgelastete belgische Schäferhund, der nur im Garten lebt, weil sich keiner mit ihm raustraut. Aber die sind doch sooo schön. Ja klar. An den Hund denkt da niemand. So höre ich das oft im näheren und weiteren Umfeld. Und ja, es gibt auch viele die sich kümmern uns bemühen. Unsere Hunde dürfen auch noch Freunde haben, mit denen sie sich auch mal auseinander setzen und nein,es gibt selten laute Töne. Auch bei uns nicht, die Hunde bekommen ihre Grenzen, wenn sie in den Haushalt einziehen und im Leben mit uns. Das muss auch einfach sein auf einem Hof, da gibts keine Leine den ganzen Tag, da muss man sich auf den Hund verlassen können. Und das lernen die. Und dürfen im Gegenzug Hund sein.

  3. Vielen Dank für diesen hervorragenden Artikel, dem ich nur voll zustimmen kann. Ich habe Gott sei Dank etwas in die Wiege gelegt bekommen, das mir seit 35 Jahren bei dem Zusammenleben mit immer mehreren Hunden, geholfen hat. Wenn ich etwas will, dann ist das so – ganz einfach und ich bin ein konsequenter Mensch, dafür bin ich sehr dankbar. Das Zusammenleben und das Miteinander muss funktionieren und harmonisch sein, das Vertrauen gegenseitig ist vorhanden, Freiheit muss erarbeitet werden, Rücksicht im Alltag ist selbstverständlich. 100%ige Sicherheit gibt es nie, weil ein Hund ein Lebewesen ist und die Verantwortung liegt beim Menschen. Heute muss der Hund leider so viel erfüllen und ertragen und wird auch oft als Freizeitsportgerät mißbraucht. Ich selber lebe auf einem Vierseithof – ländlich und habe 3 Berger Picards (Jule 8 Jahre, Matisse 5 1/2 Jahre und Fanny 6 1/2 Monate), für mich auch kein Hund um in der Stadt zu leben und sie brauchen eine Aufgabe und ganz wichtig – ich bin ein “guter Oberbürgermeister” – der sich um alles kümmert und das Rudel anführt und die Hunde haben untereinander ihre eigene Ordnung, die von mir überwacht wird. Was ich immer wieder als Problem sehe, ein Hund wird wegen seines Aussehens angeschafft – oder weil er gerade “in Mode ist” und man den haben muss. Viele scheitern an den rassetypischen Eigenheiten eines Hundes und auch an der Erziehung. Ich bin nicht für Gewalt – das ist Schwäche – aber Grenzen setzen, einhalten und konsequent sein, dabei aber den Hund erkennen – Aufgaben geben die ihm entgegenkommen und ja – “ihn Hund sein lassen” und nicht vermenschlichen.

  4. Die Medaille hat immer zwei Seiten!
    Meine Hündin lebt jetzt bald 3 Jahre bei mir und ich belle, knurre und tobe mittlerweile auch schon sehr gut. Ich habe mein Leben um den Hund herum gebaut und nicht anders herum. Meinen Job aufgegeben und mich selbstständig gemacht um mehr Zeit für sie zu haben. Ich mache mir um ihre Ernährung mehr Sorgen und Mühe als um meine eigene, denn ich möchte sie artgerecht ernähren. Sie darf einfach Hund sein und ich erwarte und verlange nichts von ihr. Ich bin mir sicher das sie genau deshalb so ein liebes, geduldiges, ausgeglichenes und gutmütiges Hundemädchen ist. Sie wird geliebt und lebt ihr Hundeleben. Meist ohne Leine und wenn sie sich im Dreck/Aas oder Kot wälzt dann ist das so. Eine Runde im See und alles ist wieder gut. Wenn ein Rüde aufdringlich wird, soll sie sich äußern dürfen und wehren. Ich muss aber nicht zusehen wie sie sich prügelt!! Wenn sie dort geblieben wäre, wo sie geboren ist, wäre sie längst tot. Sie hatte einen tötlichen Virus und niemanden der das “bezahlen” wollte. (DE) Und die Aussage “besser tot als im goldenen Käfig” finde ich schon sehr krass.
    Ich opfere mich hingebungsvoll auf um ihr Gesundheit sowie ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Aus Liebe! Ohne das ich ein Therapeut brauche oder irgendwelche Syndrome habe. Im Gegenteil, mein Leben war bevor sie kam absolut in der Bahn… Ich bereue aber keine Sekunde und würde es immer wieder so machen. Hunde sind sehr wohl dankbar und sozial und ihre Verknüpfungen sind wie Gedanken. Der heutige Hund ist kein Wolf mehr. Er würde in der Wildnis maximal 5 oder 6 Jahre alt werden. Unsere Hunde werden, 10 12 15 Jahre. Das ist doch toll. Wie viele Tiere müssen elendig vor sich hin vegetieren? Voll mit Würmern und Parasiten, innerlich halb aufgefressen? Wo der Mensch tatsächlich als Retter in der Not handelt und mit Futter, Medizin und die Liebe die er zu geben hat, wird aus dem Elend ganz schnell wieder ein glücklicher Hund. Und selbst wenn die Menschen die sich so sehr einsetzen, ein Helfersyndrom haben, profitiert der Hund doch nur davon. Es gibt durchaus einige HH die sich besser einen Pipimax gekauft hätten aber selbst da sage ich, aber ein teures Hundekörbchen als kalte, nasse, verseuchte Höhlen wo es keine Nahrung zu finden gibt. Der Hund ist schließlich kein Löwe aus Afrika.

    1. Liebe Bina,

      ich finde es traurig, wenn Menschen ihre eigene Ernährung der des Hundes unterordnen und ich habe den Löwen nie mit einem Hund verglichen, genau so wenig wie den Wolf. Hunde sind in dem Sinne nicht dankbar, sozial ganz bestimmt. Und um sozial zu werden, müssen sie sich auch mal “prügeln”, denn so sozial Hunde auch sind, sprechen können sie nicht. Daher ist es ihre Art zu kommunizieren. Und was für uns aussieht wie eine Prügelei, ist meist nur eine kurze Diskussion. So traurig es auch ist, aber in der Natur vegetieren Tiere manchmal vor sich hin. In Deutschland werden jeden Tag viele Hunde eingeschläfert, weil es offenbar zu viele Menschen mit einem Helfersyndrom gibt, die am Ende mehr sich selbst helfen, als den Tieren. Denn wo die Hilfe wirklich gebraucht wird, verstummen die Stimmen der Helfer auf ein Mal. Auch Hunde die nicht innerlich von Parasiten zerfressen werden, sondern äußerlich selbst andere Dinge „zerfressen“ brauchen Hilfe. Wenn Futter, Liebe und Medizin alles wäre was wir bräuchten, hätten wir wohl keine Sorgen mehr.

  5. Endlich mal jemand, der hinter den Horizont von “der will doch nur spielen” blickt und den Hund als solches sieht, was er ist. Ich fürchte nur, dass unserer Zustimmung zu diesem Bericht an der Intoleranz der anderen Seite einfach abprallen wird. Ich versuche es immer vor Ort zu erklären, vor allem Kindern, die denken, dass man alle Hunde streicheln kann. Es gibt aber auch Erwachsene, die einfach zugreifen wollen und dann völlig entsetzt sind, wenn ich sage “nein”. Manche hören wenigstens zu, wenn ich erkläre, warum.

    1. Ulrike, diese Situation kenne ich nur allzu gut. Erst gestern erzählte mir eine Hundehalterin, dass sie kürzlich einem Mann ins Gesicht fasste, nachdem er ihrem Hund ins Gesicht tatschte, ohne zu fragen. Die Taktik ist rabiat, aber ich musste schmunzeln..

  6. Es ist wie in allen Bereichen des Lebens, es gibt diese und diese. Ein paar Beispiele: Manche Eltern parken ihre Kinder vorm TV oder dem Tablet, andere beschäftigen sich mit ihnen. Manche Menschen putzen jede Woche ihre Wohnung, andere lassen die eigenen 4 Wände verkommen. Oder es gibt Veganer und Nichtveganer. Alles kein Problem, das war schon immer so und wird sicher auch immer so bleiben. Wir sind Menschen und jeder auf seine Art verschieden.
    Was sich aber verändert hat, ist die öffentliche Wahrnehmung. Was im Falle Chico in den sozialen Medien abging, war für mich als Außenstehenden irrational und verblüffend.
    So ist es auch mit der Hundeerziehung. Unser erster Hund stammte aus dem Tierheim. Er wurde dort von einem älteren Mann in blauer Arbeitskleidung abgegeben, angeblich hatte er ihn gefunden. Benny hatte zeitlebens Angst vor fremden Menschen, insbesondere vor älteren Männern in Arbeitskleidung. Trotzdem wurde er nach einigen Jahren der liebste Begleiter. Er konnte ohne Leine laufen, ließ sich von der Verfolgung von Wild abrufen.
    Aber man muss die Grenzen kennen und sie müssen respektiert werden, von beiden Seiten. Da gibt es auch keine Grauzonen, die würde jeder Hund schnell für sich ausnutzen.
    Kamen uns Menschen entgegen, kam er an die Leine. Wollten Fremde ihn streicheln, gab es eine kurze Erklärung warum das nicht geht. Wurde trotzdem versucht, nach dem Hund zu tatschen, gab es eine verbale Zurechtweisung (einmal war auch eine körperliche notwendig, um die Hand des alten, sturen “Hundeverstehers” vor den Hundezähnen zu schützen).
    Viele Hundehalter aus meinem Umfeld sind völlig Ok, lassen ihre Hunde Hund sein. Aber es gibt auch andere.
    Aber auch die Tierheime sind in der Pflicht. So werden oft Hunde vermittelt, die nicht in eine Familie gehören. Nachdem unser Benny (briardmix) eingeschläfert werden musste (Milzkrebs, gestreut in Lunge und Leber), sollte es nach einiger Zeit doch wieder ein Hund werden. Was uns da alles als Familienhund angeboten wurde, das ist unglaublich! 2x sollten wir doch einen Mioritic nehmen, der knuddelige Hund stammte beides mal aus rumänischen Tierheimen. Allerdings wusste das Tierheim selbst nicht, was das für eine Rasse war!

    Unsere Emma stammt auch wieder aus dem Tierheim. Sie wurde als Welpe fast verhungert in Spanien gefunden und wieder aufgepäppelt. Sie verbrachte ihre gesamte Kindheit im Tierheim. Jetzt, nach über einem Jahr bei uns ist sie angekommen. Sie ist jedem (ob Hund oder Mensch) aufgeschlossen. Aber sie hat starken Jagdtrieb, so dass sie an der Schlepp bleibt. Ob wir das jemals weg bekommen, ist fraglich. dann bleibt eben die Leine dran. Punkt.
    Ich würde auch nie (wirklich NIE) meinen Hund mit kleinen Kindern alleine lassen. Auch wenn sie Kinder liebt und alles mit sich machen lässt. Letzt Gewissheit gibt es bei einem Tier nicht. Und ein Hund in Schäferhundgröße kann schon ordentlichen Schaden anrichten.

    Also ein Hund sollte auch wie ein Hund behandelt werden. Und das ist egal ob er groß oder klein, alt odere jung ist.
    Natürlich neigt man beim längeren Zusammennleben zur Vermenschlichung. Aber da muss man von Zeit zu Zeit das eigene Verhalten hinterfragen und notfalls korrigieren.

  7. Liebe Elena,
    vielen Dank für den tollen Artikel, er hat mich bestärkt, die Erziehung unseres Akita Rüden weiterhin so zu verfolgen, wie wir es für richtig halten. Mit klaren Grenzen, und wenn’s sein muss, dann gibt’s auch mal eine Diskussion, so wie ihr hier auf eurem Blog das so schön bezeichnet. 😉 So fühlt es sich tatsächlich für uns an. Eine Diskussion, die wir allerdings gewinnen möchten, um dem Hund und uns Sicherheit zu bieten. Allerdings orientieren wir uns auch oftmals an den Katzen und ihm, die genauso oft mit ihm diskutieren und mal gewinnt der eine, mal der andere. *Lach*
    Als Anfänger in praktischer Hundehaltung waren wir von den verschiedenen Erziehungsmeinungen anfangs auch hin- und hergerissen. Das erste was wir zu hören bekamen war natürlich, Akita ist nix für Anfänger. Aber mein Partner kannte Hofhunde vom Opa (wie Scheible geschrieben hat), die verlässlich und einfach Hund waren. Genauso einen wünschten wir uns, einen Hund, der Hund sein will und DARF, der keine Kunststücke wie “Gib Pfötchen” kann, der zwar zu einem kommt, wenn man ihn ruft, weil eine Straße in Sichtweite ist, aber der nicht zwingend Sitz machen und warten muss. Uns ist z.B. völlig egal, ob er steht, sitzt oder sich auf den Rücken legt oder Kopfstand macht. Wichtig ist, dass er grade mit uns wartet, bis der LKW vorbei ist. Für diese Einstellung wurden wir anfangs belächelt und sogar als “inkonsequent” bezeichnet, weil unser Aiyuki ja mal sitzt, mal liegt oder einfach nur steht. Ach und links neben uns steht er ja auch nicht immer, sondern hatl grad da, wo er will. Aber unser Hund versteht den Kern des Befehls und das reicht uns, denn bisher haben wir ihm Sicherheit gegeben und offensichtlich passt es ihm auch in den Kram, denn er diskutiert immer weniger mit uns macht einfach, wenn wir ihm was sagen, weil es ihn anscheinend auch Sinn macht. (Es ist etwas schwierig zu erklären, ich hoffe, meine Ausdrucksweise ist verständlich. =) )
    Die Grenzen, die wir ihm auferlegen dienen ausschließlich der Sicherheit und dem Wohlbefinden aller Beteiligten, vor allem aber seiner. Das klingt zwar wieder arg nach Zwang, aber hallo, wir haben gesehen, wie seine Mutter ihm eins auf die Rübe gegeben hat, als er sie mal nicht in Ruhe liegen lassen hat. Die hat ihm offensichtlich auch Grenzen aufgezeigt.
    Also wir haben es natürlich auch gern, wenn er entspannt mit uns unterwegs ist, aber wenn er aufgeregt ist, dann ist es halt so und wir gehen damit um. Wir haben bemerkt, dass er mit uns einfach entspannt IST. Jetzt nach deinem Artikel versteh ich auch, warum es so ist und er einen großen Raum zum wohlfühlen hat.
    Natürlich hilft es, wenn man ihn als Welpen hatte, aber genau da hatten wir die Befürchtung ihn zu versauen. Aber so wie’s aussieht gefällt’s ihm, dass er Hund sein darf, sich dreckig machen kann, im Kreis rumrennen wie von der Taranel gestochen usw. Wir stellen null Ansprüche an ihn. Wenn er jemanden oder einen anderen Hund nicht leiden kann, dann ist es halt so. Wir versuchen so wenig wie möglich reinzuinterpretieren oder zu psychoanalysieren. Allerdings macht es uns eine Riesenfreude ihn einfach zu beobachten und sein Hundeverhalten bringt uns zum Lächeln. =)

    In diesem Sinne, vielen Dank noch mal für den Artikel. =)

    Pubea

  8. Super, endlich mal ein klares Wort! Ich habe selbst einen Malinoi und eine Spanierin, wohne in der Stadt und mir hängt es ziemlich zum Hals raus wie oft ich schief angeschaut oder angemacht werde wenn ich mit meinen “deutlich” spreche und wie oft aber auch kommt “ihre sind doch so lieb” klar die wurden so geboren…..
    Danke!

  9. Ich stimme voll und ganz zu….muss aber auch sagen das diese Sichtweise nicht neu und schon zigfach kund getan wurde! Auch von namenhaften Hundetrainern/Verstehern/Flüsterern und wie sie sich alle nennen!

    Das Problem bzw. die Thematik würde sich aber gar nicht in dem Ausmaß ergeben…. wenn jeder etwas sein Hirn einschalten würde und sich und die Umwelt etwas reflektiert! Und da kommen wir zum eigentlichen Problem: dem Hirn….das leider anscheinend bei vielen, vielen im Urlaub ist oder sich abgesetzt hat! Und da kann noch so viel geschrieben, kommentiert oder analysiert werden….wo kein Fundament vorhanden ist um zu begreifen oder Zusammenhänge zu erkennen….ist jedes Wort pure Zeitverschwendung!!! Dies könnte man m.E. auch in Bezug auf ” Kinder in die Welt setzen” anwenden! Aber das nur nebenbei….
    Da geh ich lieber ne Runde mit meinem Hund joggen….jetzt sind noch nicht so viele ” Hundeliebhaber” unterwegs😉

  10. Das ist mir sowas von aus dem Herzen geschrieben. Wenn die Menschen endlich wieder in der Lage wären, Hunde einfach Hunde sein zu lassen und sie so zu behandeln, dass sie sich in der Mensch-Hunde-Partnerschaft sicher und wohl fühlen, gäbe es viel weniger Probleme. Ich bin ja schon ein bisschen älter und denke oft wehmütig an meine Kindheit, wo Hunde einfach das waren, was sie sind, der beste Freund des Menschen, aber keine menschenähnlichen Wesen auf 4 Beinen, die man wie Menschen behandeln sollte. Es wird so viel geforscht und doch völlig ignoriert, wie Hunde miteinander umgehen, wie Strukturen in Hundegruppen funktionieren, die nicht durch Menschen manipuliert werden. Wenn man sich an die einfachen Regeln hält, die sich daraus ergeben, ist das Leben mit Hunden einfach wunderbar und stressfrei – für Mensch und Hund.

  11. Ich bin durch den Chico-Artikel auf diese Seite aufmerksam geworden.
    In sehr vielen Dingen kann ich den Autoren zustimmen: Hunde müssen viel zu vielen Anforderungen gerecht werden, dürfen oft nicht Hund sein, werden vermenschlicht und viele Halter wissen nicht, was sie sich ins Haus geholt haben. Von Hundesprache und -mimik haben die meisten leider keine Ahnung und können daher auch nicht einschätzen, was sich gerade in einer Hundebegegnung abspielt.

    Auch das Thema Tierschut muss heutzutage kritisch hinterfragt werden, da stimme ich ebenfalls zu.

    Sehr schade finde ich allerdings, dass auch hier wieder das Arbeiten über positive Verstärkung als “grenzenlos” und “schönclickern” dargestellt wird. Ja, es mag diese Fälle gegebn. Das ist aber nicht Sinn der Sache, natürlich soll auch hier konsequent gearbeitet werden und der Hund bekommt Grenzen gesetzt. Man darf aber Konsequenz nicht mit Härte verwechseln (was in meinen Augen immer noch zu viele Hundehalter tun) und statt dem Hund eine “klare Ansage” zu machen ist es durchaus sinnvoller (und wesentlich weniger vermenschlichend) wenn man ihm einfach zeigt, was das gewünschte Verhalten ist und dieses bestärkt.
    Ebenso ist die Anatomie von Wirbeltieren halt vergleichbar, eine punktuelle Belastung der Halswirbelsäule durch ein Halsband ist daher durchaus dauerhaft ungesund, auch wenn ein schlecht sitzendes Brustgeschirr natürlich nicht das non plus ultra ist. Ein gut sitzendes hingegen verteilt die Belastung einfach wesentlich besser auf mehr Fläche, daher verstehe ich nicht, wo hier eine Vermenschlichung zu sehen ist.

    Auch wenn Hunde mal Dinge unter sich klären, gehen sie doch Auseinandersetzungen weitgehend aus dem Weg und reagieren erst mit Abwehrverhalten, wenn sie bedrängt werden, sei es von Hund oder Mensch. Also ohne Bedrängung, keine Abwehrreaktion.

    An manchen Stellen ist mir dieser und auch andere Artikel daher zu einseitig.

    1. Liebe Nadine,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ilva verprügelt andere Hunde, weil es ihr Spaß macht. Nicht,
      weil sie bedrängt wird. Umso schwächer der andere Hund ist, desto mehr haut sie drauf. Manchmal zeigt sie Gnade, meistens nicht.
      Und dann braucht es eine klare Ansage, Grenzen und manchmal auch „Härte“ und ich spreche nicht von Gewalt.

      Das mit der Belastung ist so nicht korrekt. Ein gut sitzendes Geschirr ist immer noch einengend und ich ganz persönlich finde Geschirre halt Scheiße. Deswegen steht das auch so in meinen Artikeln, Einseitig, ja, weil ich von meiner Seite aus schreibe. Ich verurteile ja niemanden, weil er seinen Hund am Geschirr führt, jedem das seine.

      Liebe Grüße

  12. Ja, auch ich sag DANKE! Mir aus der Seele gesprochen,das regt mich schon alles seit Jahren auf. Bei dem Satz: “Mein Hund ist aus der Tötung (oder Tierschutz )” mit dem dazu gehörenden Gesichtsausdruck,ertrag ich eigentlich nicht mehr. Was mir an dem Statement noch fehlt sind die Mäntelchen in welche die geretteten Hunde bei Regen und Temperaturen unter 10 Grad gepackt werden und natürlich noch die unvermeidliche Aufrollleine. Auch Münchhausen by Proxy hab ich tatenhaft in meinem Umfeld erlebt,es tritt sicher häufiger auf als man glaubt. Ja, toller Artikel, den werde ich teilen was das Zeug hält!

  13. Liebe Elena,

    ich bin gerade erst neu dazu gestoßen und dies war der erste Artikel, den ich von dir gelesen habe. Ich stimme dir in vielen Sachen zu und kann von deinen Worten auch noch einiges für mich persönlich mitnehmen (z.B. wenn Hunde sich einfach mal die Meinung geigen möchten) und vor allem beim Thema “absichtlich krank” machen bin ich voll und ganz bei dir.
    Aber ich habe eine Frage:
    Die Aussage “Den Hund einfach Hund sein lassen” finde ich persönlich schwierig. Darf dein Hund aggressiv (oder unpässlich) gegenüber Kindern sein? Zerrt dein Hund an der Leine oder muss dein Hund auch nie alleine bleiben? Trägt dein Hund weder Geschirr noch Halsband?
    Ich stimme dir grundsätzlich zu, dass der Mensch das Tier zu etwas machen möchte, was es nicht ist. Aber es fängt doch schon bei der Anschaffung eines Hundes an. Man sollte sich doch im Klaren sein, dass man ein Jungtier von der Mutter trennt und es von seinen Geschwistern wegreißt, um es in seinem eigenen Leben zu integrieren und davon kann sich kein Hundehalter freisprechen. Deswegen würde mich einfach interessieren, wie du es mit deinen eigenen Hunden handhabst. In wie weit du sie einfach Hund sein lässt und wo du die Grenzen ziehst.

    Liebe Grüße!

    1. Liebe Mina,

      sie dürfen nicht aggressiv gegenüber Kindern sein, natürlich nicht. Aber “Kindersicher” sind sie nicht. Welcher Hund ist das schon. Und ich kenne durchaus Hunde, die Kinder nicht ausstehen können. Und das ist okay. Kinder sind einfach klein, bewegen sich anders, sind dadurch unberechenbar – aus Sicht der Hunde.

      Ich erwarte von meinen Hunden auf keinen Fall, dass sie mit Kindern auskommen. Denn ich habe meine beiden nicht als Jungtiere der Mutter weggerissen, sondern als B Ware aus der Auffangstation bzw. aus dem Tierheim geholt. Mein Fokus liegt somit auf ganz anderen Dingen.

      Mir ist wichtig, dass kein Hund und kein Mensch verletzt werden.
      Ich bin recht entspannt mit beiden Hunden, sie sollen mir zuhören, nicht wahllos durch die Gegend pöbeln, abwarten können, sich anderen gegenüber nicht asozial verhalten.

      Es ist eine gute Frage, auf die ich wahrscheinlich eine Stunde lang antworten könnte 😂

      Oh und ja, sie tragen Halsbänder. Mittwochs immer Pink. 😉

      Liebste Grüße

  14. Wie recht du hast! Ich habe es so satt, dass jeder denkt mein Hund ist nur dafur da, das Kuschelbedürfnis fremder Menschen zu erfüllen. Wenn Sie klar macht, dass sie es nicht will, ist sie der böse Belgier. Und wieso wird Kindern heute nicht mehr klar gemacht, fremde Hunde fasst man nicht an? Ja er wollte doch nur mal streicheln…. Wenn der fünfte tut nix volle Kanne in uns rein rennen will, und ich mich wieder mal dazwischen stelle und ihn abfange, werden ich und mein assozialer Hund beschimpft. Lassen Sie ihn doch, die regeln das alleine…. Ja genau, nur wenn mein Hund deinen, sich völlig unhöflich verhaltenden, Hund regeln würde, das würde dir gar nicht gefallen….. Also sei froh, dass nur ich das tue. Schlimm, dass heute völliges Durchdrehen als lustiges Spiel, aber eine echte Diskussion unter Hunden, die notwendig für die Harmonie ist, als Aggression gesehen wird. Ich lasse mir ja auch nicht alles gefallen. Mein Hund hat Charakter und ich habe Charakter. Und ich finde uns super, genau wie wir sind! Du hast einen ganz tollen Blog, den ich heute entdeckt habe.

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