Es geht los. Wir laufen den Tough Hunter 2018. Und wir trainieren dafür.

Der Ruf das Waldes hat uns völlig unvorbereitet erwischt. Wie könnten wir ihn ignorieren? Wir werden uns also endgültig aus dem Winterschlaf erheben und dem Canicross widmen. Über Training von menschlichen und hündischen Körpern sowie den anderen Vorbereitungen (ja, ich bereite mich dieses Mal wirklich vor!) berichten wir euch dann regelmäßig. Viele Ausschnitte im Videoformat gibt’s bei Instagram. Wer noch nicht gelesen hat, mit wie viel Würde und Niveau ich den letzten Tough Hunter hinter mich gebracht habe, kann das hier nachholen.

Die Natur ruft!

Diesmal ist Elena also auch mit am Start und rekrutiert ihr rabenschwarzes Gerät von einem Dobermann. Die ersten Laufversuche mit Buri konntet ihr letzte Woche schon bei Instagram sehen. Bisher zeigt er sich vorbildlich! Ich bin gespannt, was für Talente er sonst noch hervorzaubert. Da wir beide aber nicht gerade direkte Nachbarn sind, können wir unser krasses Workout leider nicht ausschließlich zusammen durchziehen. Wir treffen uns aber immer mal wieder, hoffentlich einmal die Woche. Und dann seht ihr uns auch mal auf einem Foto nebeneinander stehen, versprochen.

Es gestaltet sich außerdem wirklich schwierig, sich selbst beim Canicross zu filmen, gleichzeitig zu joggen, einen zweiten Hund zu jonglieren und nicht zu stolpern. Also seht es uns nach, wenn 90% der Videos ein bisschen verwackelt sind.

Start ins Training!

Wer geglaubt hat, ich war beim letzten Canicross-Lauf schon untrainiert, der weiß nicht wie tief ich inzwischen gesunken bin. Die Distanz, die momentan für mich angemessen ist, wäre etwa vom Bett zum Kühlschrank und zurück. Ich habe also mit einem ganz zarten Kilometer wieder angefangen, unterteilt mit einer kurzen Pause dazwischen, in der ich im Stil einer Schnappschildkröte zu Atem komme und den (hoffentlich etwas sportlicheren) Hund eine Runde laufen lasse.

Zazou, das zarte Pflänzchen, hatte von Anfang an leichte Schwierigkeiten mit dem X-Back Geschirr, dass über den kompletten Rücken geht. Er fühlt sich jedes Mal direkt nach dem Anziehen recht eingeengt und gestört. Ein bisschen freies Laufen und Spielen lockert ihn sehr gut auf, deshalb schiebe ich das am Anfang und auch zwischendurch immer wieder gerne ein. Ich habe schon überlegt vielleicht das Geschirr zu wechseln und es mit einem Kurzgeschirr, ähnlich wie beim Mantrailing, zu versuchen, bei dem der Zugpunkt in der Mitte des Rückens liegt. Allerdings ist er auch bei plötzlich anderen Bedingungen wieder schrecklich leicht aus der Fassung zu bringen. Wenn er erstmal richtig läuft, zieht er mit dem X-Back auch gut an. Vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp für mich. Ansonsten mache ich einfach weiter wie bisher und beneide alle anderen, deren Hunden es völlig egal ist welches Objekt in welcher Konsistenz an ihrem Körper klebt oder nicht.

Tough Hunter
So ungefähr sieht es übrigens nach Schlecht-Wetter Canicross aus

Ich habe den ersten Kilometer überraschend gut durchgehalten. Danach hatte ich allerdings eine Woche lang Muskelkater. EINE WOCHE! Und nicht nur in den Beinen, sondern überall! Aber ganz untypisch für mich halte ich durch und war nach dieser prägenden Woche des Schmerzes noch einmal laufen, die selbe Strecke. Und siehe da: Diesmal kein Muskelkater mehr. Ich finde es super spannend, wie schnell der Körper sich den Umständen anpasst und ausdauernder wird. Und wie schnell er auch wieder in sich zusammenfällt wenn man ihn drei Monate lang nur auf dem Sofa parkt. Sehr interessant, diese Muskelmasse. Ich bin vorsichtig optimistisch, dieses Jahr auch was davon abzustauben.

Zazou lag zwar die ganze Zeit neben mir auf eben diesem Sofa, war aber beim ersten Training wieder fleißig dabei. Vielleicht hat er sich zwischendurch doch noch ein kleines bisschen mehr bewegt als ich. Und trotz langer Zeit ohne Canicross wusste er direkt was er zu tun hat. Zum Ende hin hört er allerdings immer schlagartig auf zu ziehen. Ich weiß noch nicht ob das daran liegt, dass er nicht mehr kann, oder ob er schlichtweg keine Lust mehr hat. Wir ermitteln das Problem noch.

Ich werde in Kürze ebenfalls testen, ob mein Hund denn noch etwas von Nasenarbeit versteht oder ob das alles schon aus seinem Hirn gefallen ist. Man kennt das ja noch aus der Schule, wenn der Lehrer nach den Sommerferien direkt da weitermachen will, wo er vorher aufgehört hat und er dann in die völlig unverständlichen Gesichter der Schüler blickt: Wie, das hatten wir schon? Noch nie was von gehört!

Weitere Updates folgen

Wir halten euch buchstäblich auf dem Laufenden und sind jetzt schon total aufgeregt. Es ist noch so lange hin bis Oktober!

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